Manchmal ist es am besten, wenn Du dich ausruhst – aber nicht so, wie Du jetzt vielleicht denken magst! Einer der neuesten Gesundheitstrends ist die restaurative Fitness: Kurse, die sich der Ganzkörpererholung durch Dehnung widmen.

Stretching – Kurz erklärt

Jeder Muskel in deinem Körper hat einen Ursprung und einen Ansatz. Beim Dehnen entfernen sich diese beiden Enden voneinander, sodass der Muskel gestreckt wird.
Die Länge des Muskels bleibt dabei jedoch in seiner Länge immer gleich, nur das Bindegewebe, die sog. Faszien werden durch das Dehnen flexibler.

Quelle: fitforfun.de

Im Allgemeinen wird zwischen dynamischem und statischem Stretching unterschieden. Während Du zu Beginn einer Trainingseinheit ein Warm-Up mit dynamischen Dehnungsübungen verbinden solltest, kannst Du nach dem Training statische Dehnungsübungen anschließen.

Statisches Stretching

  • sollte nur in aufgewärmtem Zustand ausgeführt werden
  • hält eine Position für 20 – 30 Sekunden
  • sollte nicht vor einem Workout ausgeführt werden, weil die Leistungsfähigkeit der Muskel reduziert wird

Dynamisches Stretching

  • sanfte, federnde Bewegungen
  • 10 bis 15 Wiederholungen einer Bewegung
  • lockert die Muskeln
  • Ideal als Teil eines Warm-Ups oder Cool-Downs
  • fördert die intermuskuläre Koordination und die Durchblutung

Sowohl das statische als auch das dynamische Dehnen bieten positive Vorteile in Bezug auf die Erhöhung Deiner Mobilität und Deines Bewegungsspielraums. “Anatomisch haben wir alle unsere Problembereiche, und Dehnung kann Schmerzen minimieren und die Funktion verbessern“, sagt Emerald Lin, M.D., Physiater und Arzt für physikalische Medizin und Rehabilitation am New Yorker Hospital for Special Surgery.
Verspannte Muskeln können ein Ungleichgewicht verursachen und die Ausrichtung des Körpers beeinflussen.

Stretching beruhigt Deinen Geist und kann dazu führen, dass Du dich geerdeter fühlst. Außerdem bietet es eine Reihe von körperlichen Vorteilen wie:

  • Reduzierung von Muskelverspannungen und Müdigkeit
  • Positive Auswirkung auf die Verdauung
  • Erhöhte Flexibilität
  • Verbesserung des Muskelgleichgewichts
  • Senkung der Herzfrequenz und des Blutdrucks
  • Verbesserung des Immunsystems
  • Verminderung oder Linderung von chronischen Schmerzen

Wichtig

  • Niemals unaufgewärmt dehnen
  • Während des Stretchings gleichmäßig weiter atmen und die Muskeln mit Sauerstoff versorgen
  • Bewegungen sanft ausführen, niemals ruckartig
  • Bei akutem Muskelkater oder Verletzungen nicht dehnen
  • Nicht über deine körperlichen Grenzen hinausgehen, leichter Dehnungsschmerz ist in Ordnung, starke Schmerzen sind es nicht
  • Verbesserung von Dehnung und Flexibilität brauchen Zeit, hab Geduld